Krafttraining gilt oft als langweilig, gefährlich oder etwas für Angeber. Vielleicht fallen dir noch weitere Vorurteile ein.
Doch was, wenn diese Annahmen nicht stimmen – und die gesundheitlichen Vorteile deutlich unterschätzt werden?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Krafttraining an mindestens zwei Tagen pro Woche. Insgesamt etwa 150 Minuten, um zusätzliche gesundheitliche Effekte zu erzielen – für alle Altersgruppen.
Warum Krafttraining so wichtig ist:
- Gelenkknorpel profitiert von Bewegung – und besonders von gezielten, höheren Belastungen. Ein aktiver Lebensstil verbessert die Qualität nachhaltig.
- Knochen werden stabiler. Osteoporose ist vor allem im Alter ein großes Problem. Heute ist gut belegt, dass Medikamente allein den Knochenabbau nicht ausreichend stoppen können – mechanische Belastung ist entscheidend und hoch wirksam.
- Herz-Kreislauf-System & Diabetes: Krafttraining verbessert die Insulinsensitivität und unterstützt somit die Blutzuckerregulation.
- Sehnen übertragen Kräfte von bis zum Siebenfachen des Körpergewichts. Dafür brauchen sie sowohl Steifigkeit als auch Elastizität – Eigenschaften, die sich durch gezieltes Training entwickeln lassen.
- Muskeln bedeuten mehr als Kraft und ein leichterer Alltag:
Sie speichern Kohlenhydrate effizienter, geben sie schneller frei (mehr Leistungsfähigkeit, geringere Insulinspitzen) und produzieren Myokine, die u. a. entzündungshemmend wirken und Stoffwechselprozesse beeinflussen.
Fazit:
Unser Körper passt sich seinen Aufgaben an – aber nur, wenn über längere Zeit regelmäßig, mit ausreichender Intensität und den richtigen Reizen trainiert wird.