„Verspannung“ beschreibt meist ein Gefühl, nicht unbedingt ein messbares Problem im Muskel.

Wusstest du, dass „Verspannung“ kein klar definierter medizinischer Begriff ist?
Gemeint ist meist ein subjektives Gefühl von Spannung, Steifigkeit oder Druck.
Es könnte ein Ausdruck eines Schutzprogramms deines Nervensystems sein - nicht automatisch ein Zeichen für kaputtes Gewebe oder nicht funktionierenden Muskel.
Bei Personen mit chronischen Schulter- Nackenschmerzen findet man schon mal erhöhte Grundaktivität in lokalen Muskeln, aber der Zusammenhang zwischen gemessener Muskelaktivität und dem Gefühl ist nur moderat.
-> harter Muskel = mehr Schmerz? Nicht unbedingt!
Entscheidend ist das Gesamtbild:
Zudem zeigen systematische Reviews, dass das Tasten von „Triggerpunkten“ nicht zuverlässig ist.
-> unterschiedliche Untersuchende = unterschiedliche Ergebnisse
Wir können somit weder zuverlässig mit den Händen entscheiden, wo eine „Verspannung“ sitzt noch ob es sie gibt oder eine relevante Rolle für die Behandlung spielt.